Stellungnahme betreffend Parkerweiterung und MasterplanSt. Margarethen, Jänner 2026

In den vergangenen Wochen wurden Informationen und Grafiken zur geplanten Entwicklung des Familyparks verbreitet, die nicht dem Masterplan entsprechen, der dem Gemeinderat Rust vorgestellt wurde und öffentlich aufgelegen ist. Wir nehmen Anliegen und Unsicherheiten ernst und setzen auf einen sachlichen, faktenbasierten Dialog. Unser Ziel ist, dass sich die Bevölkerung auf Basis korrekter Informationen ein realistisches Bild machen kann.

1) Erweiterung: Fakten zu Flächen und Nutzung

  • „Pfarr-Umriss Rust“: Gesamtfläche ca. 2,4 ha; davon dürfen nur ca. 1,7 ha für den Freizeitpark genutzt werden. Rundum ist ein Grüngürtel ausgewiesen, der den bestehenden Baumbestand mit dem Waldgebiet unterhalb des Familyparks verbindet. Dafür wurden seit 2024 zusätzlich mehrere hundert Eichen vom Familypark gepflanzt. Vorherige Nutzung: Weinbau, Brachland
  • Bebauungsvorschriften für diese Fläche (u. a. angemessene Bauhöhen, minimale Versiegelung) werden mit den Behörden festgelegt; es sind keine Attraktionen in der Höhe eines Ruster Kirchturms geplant.
  • Gestaltung naturnah und in aktiver Abstimmung mit Naturschutz und Welterbe.
  • Neue Attraktion („Rotonda“): nicht am „Pfarr-Umriss Rust“, sondern im bestehenden Parkareal als Ersatz einer früheren Attraktion (ehemalige „Tempelrutsche“).
  • Zweite Erweiterungsmöglichkeit: im Masterplan als Option im St. Margarethner Hotter mit maximal rund 2,5 ha dargestellt.
  • Keine zusätzlichen Flächen: weitere, von Dritten angeführte Flächen waren zu keiner Zeit Teil des Masterplans und sind nicht im Eigentum der Familypark GmbH bzw. verbundener Unternehmen.
  • Gesamtumfang: maximale Erweiterung gemäß Masterplan ca. 5 ha – keine Verdoppelung der Parkfläche.

2) Regionale Wertschöpfung: nachweislich positiv

Eine Studie von Kreutzer, Fischer und Partner (veröffentlicht am 28.11.2025) widerlegt die Behauptung, Wertschöpfung werde der Region entzogen. Bereits 2018 wurde im Auftrag des Landes eine entsprechende Wirkung bestätigt; 2025 wurde die Studie erneut durchgeführt. Die wichtigsten Ergebnisse für das Burgenland (Untersuchungszeitraum 2022-2024):

  • 28 Arbeitsplätze/Jahr außerhalb des Parks durch Investitionen und Wirtschaftstätigkeit des Familyparks
  • 141 Arbeitsplätze/Jahr durch zusätzliche Aktivitäten der Parkbesucher außerhalb des Familyparks (Gastronomie, Hotellerie, Handel etc.)
  • Damit insgesamt 169 zusätzliche Arbeitsplätze im Burgenland/Jahr außerhalb des Familyparks

Dadurch 3,3 Mio. Euro zusätzliche Kaufkraft im Burgenland/Jahr

 

3) Besucher: klare Obergrenzen – Wachstum nur über Saisonverlängerung

  • Parkfläche seit 2015 unverändert, daher auch die behördliche Besucherobergrenze gleichbleibend (vorliegender Bescheid der BH-Eisenstadt Umgebung)
  • Zuwächse der jährlichen Besucherzahl ergeben sich langfristig auf einem nachhaltigen Niveau vor allem durch saisonverlängernde Maßnahmen (z. B. Wiedereinführung der Winteröffnung) – also außerhalb der Hauptsaison.
  • Durch die Erweiterungen (wie jetzt am „Pfarr-Umriss in Rust“) kommt es zu keiner Erhöhung der behördlich festgelegten täglichen Besucherobergrenze.

4) Verkehr: Spitzenzeiten gemeinsam lösen

  • Der Familypark trägt an einzelnen Tagen bzw. Wochen zur Verkehrsbelastung bei, ist jedoch nicht der einzige Verkehrsverursacher in der Region (Seefestspiele, Opernfestspiele, Badegäste, Tagesgäste, …). Betroffen sind vor allem Spitzenzeiten (z. B. Ferien), nicht der Dauerbetrieb.
  • Wir haben gegenüber dem Gemeinderat unsere Bereitschaft bekräftigt, an einem regionalen Verkehrskonzept aktiv mitzuwirken und Lösungsansätze zur Stauvermeidung zu prüfen.
  • Es braucht aber ein Gesamtverkehrskonzept entlang der B52 mit aktiver Mitwirkung aller Beteiligten – insbesondere auch dem Land Burgenland.

 

Wir setzen weiterhin auf eine proaktive, offene Kommunikation mit Rust und St. Margarethen, binden die Gemeinden in mittel- und langfristige Planungen ein und informieren die gewählten Organe in Rust regelmäßig, damit die Bevölkerung auf Basis korrekter Informationen diskutieren kann.

Grafische Darstellung der Gesamtfläche inkl. Erweiterungsflächen durch die Initiative „No-Disneyland“

Alle Flächen, die nicht im Eigentum des Park stehen und zu keiner Zeit für eine Erweiterung in Betracht gezogen wurden, wurden in dieser Grafik durch den Familypark rot markiert, um Abweichungen zur korrekten Situation zu veranschaulichen.